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Einige andere Eindrücke aus Berlin und Umgebung: |
| Vorige Seite | Das alte Reichstagsgebäude ist wieder Sitz des deutschen Parlaments, des Bundestages. Heute hatten sie eine Trauerfeier für einen Abgeordneten, der eben gestorben war, deshalb die Flaggen auf halber Stange. |
| Reichstag |
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| Sir N.Foster | Die neue Glaskuppel, gezeichnet von dem englischen Architekten Sir Norman Foster, ist eine Sehenswürdigkeit, besonders am Abend. Am Tag wird das Tageslicht von der Spiegelsäule in den Abgeordnetensaal unter der Kuppel weitergeführt, aber bei starker Sonne hat man eine Sonnenabschirmung (beige "Zunge" links). Zum Aufgang in der Kuppel hat sich der Architekt von Michelangelo und seiner Spiralentreppe im Vatikanmuseum inspirieren lassen. |
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Christo |
Gleich daneben liegt das berühmte Brandenburger Tor, aber als wir da waren, war nicht viel davon zu sehen, es wurde eben renoviert und war total eingewickelt wie ein Christo-Projekt. Man kann aber ahnen wie es aussieht, ein Maler ist dabei gewesen - mit freier Fantasie, denn den Roten Platz, Big Ben und den Eiffelturm sieht man normalerweise nicht durch das Brandenburger Tor! |
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| Heute kann man ohne weiteres zwischen Ost- und West-Berlin fahren, aber vor dem 9. November 1989 war das nicht so einfach. Heute kann man von den Problemen damals einen Eindruck bekommen, wenn man Checkpoint Charlie und das Mauermuseum dort besucht. Welches Bild Richtung Osten ist, sieht man gleich - oder? | |
| Museum
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| Die Mauer war fast 5 Meter hoch und oben abgerundet, damit man nicht festhalten konnte. Auch unter der Erde war sie fest verankert, das zeigt das Bild links. Die längste Strecke, über 1 Kilometer, mit Originalmauer findet man heute in der Mühlenstraße am Fluss entlang in der Nähe von dem Hauptbahnhof Berlin im Osten. | |
| East Side Gallery |
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| Diese Strecke wird East Side Gallery genannt und ist ganz interessant. Das berühmteste Kunstwerk ist vielleicht "Der Kuss" (links), aber Thierry Noir und sein Werk "Le Dialogue" ist am populärsten, es war das erste und hat sogar eine ganze Industrie mit Noir-Effekten und ein Noir-Geschäft gegeben (rechts). | |
| Thierry Noir |
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| Fast ein Jahr lang dauerte die Berliner Blockade (28.Juni 1948 - 12.Mai 1949). Ganz West-Berlin wurde durch die Luft versorgt, vom kleinsten Stecknadel bis zum Öl und sogar einem ganzen Kraftwerk, und selbsverständlich all Essen. Und eben deshalb wurden die Transportflugzeuge die Rosinenbomber genannt. An der Wand des Technischen Museums in West-Berlin hat man eins dieser Dakota-Flugzeuge ausgestellt. Interessant auf dem Bild ist auch die ursprüngliche S-Bahnstrecke rechts, die vor mehr als 100 Jahren durch ein Haus gebaut wurde, und das neue Gebäude hat man wieder um die Bahn gebaut | |
| Technisches Museum |
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Den tiefsten Eindruck auf uns hat der Besuch im KZ Sachsenhausen bei Oranienburg gemacht. Hier haben Tausende gelitten und ihr Leben verloren durch die Grausamkeiten des Dritten Reichs. Man behauptete "Arbeit macht frei" - die Freiheit wurde für viele der Tod. Eine junge Norwegerin, Wanda Heger, geb. Hjort, stand jeden Freitag vor dem Tor mit Paketen für die norwegischen Einsaßen, und der Einsatz von ihr und ihrer Familie (sie waren in Potsdam interniert) hat vielen Norwegern Mut und Hoffnung gegeben und ihnen das Leben gerettet. Björn Heger, den sie im Gefängnis in Berlin traf und nach dem Krieg heiratete, saß eine Zeitlang im Lager und konnte wichtige Information der Gruppe in Potsdam geben. |
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| Sachsenhausen |
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| Sachsenhausen war das erste KZ, das gebaut wurde, und mit seiner idealen Form des Dreiecks diente es als Musterlager (links). Die Herren des Dritten Reichs waren total zynisch, sie stellten eine Rentabilitätsrechenschaft auf: wie viel kostet ein Gefangener, wie viel bringt er ein, hat man Gewinn oder Verlust? Unten rechts sieht man, dass es ein Durchsnittsgewinn von etwa 200 RM gab, und noch dazu konnte man nach dem Tod Knochen und Asche verwenden! | |
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| Das KZ Sachsenhausen war ursprünglich nur ein Arbeitslager, kein Vernichtungslager. Aber mit der Zeit wurde auch hier Vergasung üblich, Teile der Kremationsöfen kann man noch sehen (links). In der Pathologie wurden unmenschliche Experimente ohne Narkose mit Gefangenen als "Experimentstieren" auf den Operationstischen ausgeführt (rechts). | |
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| Aber am 24.April 1945 wurde das Lager von den Russen befreit, und zwar um 11.07 Uhr. Die Uhr am Tor erinnert daran mit den angemalten Zeigern. | |
| Ravensbrück | Frauen kamen ins KZ Ravensbrück bei Fürstenberg nördlich von Oranienburg, und auch diesen konnte die junge Norwegerin Wanda Heger helfen. Wer mehr von ihrer Arbeit erfahren möchte, kann ihr Buch "Hver fredag foran porten" (Jeden Freitag vor dem Tor) - Gyldendal Norsk Forlag 1984, ISBN 82-05-14937-2. |