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                                In der Strafkolonie

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Kafka

Kafka

Franz Kafka (1883-1924)

Überall in Franz Kafkas Litteratur findet man eine düstere und ängstliche Stimmung. Er beschäftigt sich sehr mit Themen wie Verantwortung, Schuld und Urteil. Man findet auch die Sehnsucht nach einem bürgerlichen Leben mit Liebe und Geborgenheit. Seine Werken sind deutlich davon geprägt, dass er fast sein ganzes Leben in Prag gewohnt hat. Seine Hauptfiguren werden immer durch eine geheimsvolle Macht verurteilt und deshalb, für immer, aus einer freien und fröhlichen Existenz ausgeschlossen.

Kafka starb 1924 in einem Sanatorium bei Wien .


Strafkolonie

Verfasser und Text


Der Inhalt

Ein Forschungsreisender besucht auf einer Insel eine Strafkolonie und wird Zeuge einer Exekution. Ein früherer Kommandant hat eine Hinrichtungsmaschine ausgedacht und durchkonstruiert. Jetzt will ein Offizier in der Strafkolonie diese Maschine demonstrieren. Der Forschungsreisende kriegt einen gründlichen und umfassenden Vortrag über die Maschine und ihre Konstruktion. Die Hinrichtungsmaschine ist ein komplizierter Apparat, wo der Verurteilte auf einem Bett liegt. Danach fängt ein System von Nadeln an, die langsam tiefer und tiefer in den Rücken des Verurteilten eindringen, bis er tot ist. Auf seinem Rücken wird geschrieben, welches Verbrechen er begangen hat.

In dieser Strafkolonie hat einer auf Wache geschlafen und wird zum Tode verurteilt. Der Forscher soll mit dem Offizier, einem neuen Kommandanten und einigen anderen die Hinrichtung beiwohnen. Es ist ganz klar, dass der Forschungsreisende nicht die „Todesmaschine" anerkennt, und er möchte mit dem neuen Kommandanten darüber sprechen. Der neue Kommandant ist schon deutlich negativ zur Verwendung der Maschine.

Aber plötzlich lässt der Ofizier den Verurteilten frei und legt sich selber aufs Bett. Die Maschine fängt anzu arbeiten, und der Offizier stirbt in seiner eigenen „Wundermaschine"


Charakteristiken der Personen

Der Forschungsreisende:

Er kriegte den Auftrag, die Strafkolonie und diese Maschine zu untersuchen. Er lässt sich nicht vom Offizier beeinflussen. Er ist negativ zur Verwendung der Maschine. Er stellt sich neutral, nimmt nicht Stellung. Verlässt die Insel nach der Hinrichtung des Offiziers. Er hat so viele Grausamkeiten auf der Insel gesehen, die er nicht akzeptieren will. Wenn der Soldat und der Verurteilte ihm nachfolgen, um mit ihm im Boot die Insel zu verlassen, fährt er schnell weg, ohne sie mitzunehmen, er will nicht diese Grausamkeiten mit sich haben.

Der Offizier:

Er ist ein fanatischer Anhänger dieser Hinrichtungsmaschine. Sie ist wie sein Kind, und er verteidigt ihre Existenz mit allen Mitteln. Die Maschine gibt seinem Leben Inhalt, deshalb hat er seine menschlichen Aspekte vom Leben verloren. Er kann nicht die Absurdität der Maschine sehen. Zuletzt sieht er ein, dass er den Kampf um die Maschine verloren hat. Das Resultat: er begeht Selbstmord in der Maschine.

Der alte Kommandant:

Er war der Initiator der Strafkolonie und war positiv zur Maschine. Deshalb hatte der Offizier die Möglichkeit, die Maschine zu entwickeln und bauen. Die Strafkolonie hat dieselbe Bedeutung für den Kommandanten wie die Maschine für den Offizier.

Der neue Kommandant:

Er ist nicht an der Hinrichtungsmaschine interessiert, ist sehr negativ. Er ist gegen die Strafkolonie, wie sie heute fungiert. Der neue Kommandant repräsentiert die Möglichkeit menschlicher Aspekte.

Die Opposition zwischen dem Forschungsreisenden und dem Offizier ist ganz klar. Auf der einen Seite steht der distanzierte, vernünftige Reisende, auf der anderen der unmenschliche und kalte Offizier. Dies macht Gegensatzpaare wie Passivität – Aktivität, Skepsis – Glaube, Verstand – Gefühle, kalt – warm, mensclich – unmenschlich, positiv – negativ usw.

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Thematik

Dies ist eine schwierige Geschichte über die Bösheit der Menschen und Unmenschlichkeit. Der Text zeigt das menschliche Versagen und Ungerechtigkeit. Kafka versucht, aus seinem Gesichtspunkt die Welt zu beschreiben. Die Welt ist eine barbarische und absurde Stelle, aber er versucht sie auch zu retten, dadurch dass er nicht die Hinrichtungsmaschine benutzt. Die Hinrichtungsmaschine symbolisiert die Bösheit der Menschen, und wenn sie nicht benutzt wird, ist das ein Zeichen dafür, dass die Vernünft gewinnen kann. Aber gewinnt sie?

Wir finden das Buch sehr absurd und unwirklich. Kafka erzählt von einer Welt, die uns total unbekannt ist, und deshalb hatten wir grosse Probleme, das Buch zu verstehen. Trotzdem war es spannend und lehrreich das Buch zu lesen. Kafka stellt die Welt so dar, wie sie ist: lügenhaft und grausam. So ist oft die Welt. Mehrere Schriftsteller sollten die Welt so darstellen, wie sie ist. Man kann sich nicht in eine „Traumwelt" einsinken lassen!